Generischer Name: Rituximab 
 Rituximab und Hyaluronidase, bei subkutaner Anwendung (Injektion unter die Haut) 
Handelsname: Rituxan® 
 Rituxan Hycela®, bei subkutaner Anwendung (Rituxan SC in Kanada) 
Biosimilars: Truxima®, Ruxience® 
 Rixathon® ist ein in Europa zugelassenes Biosimilar. 
 Weitere Biosimilars werden derzeit für die Zulassung geprüft. 
 
Arzneimittelart: 
Rituximab ist eine gezielte Therapie, die als monoklonaler Antikörper klassifiziert ist. 
 
Welche Erkrankungen mit Rituximab behandelt werden: 
Rituximab ist von der US-Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) für die Behandlung 
chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), bestimmte Arten des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL) und 
bestimmte Autoimmunerkrankungen zugelassen. Rituximab wird häufig in Kombination mit anderen 
Arzneimitteln, wie z. B. Chemotherapeutika und anderen gezielten Therapien, für die Behandlung von 
Morbus Waldenström (WM) eingesetzt. Rituximab ist ferner eine vernünftige Wahl für die Behandlung 
von Patienten mit IgM Anti-MAG (myelinassoziiertem Glykoprotein)-Antikörper-bezogenen 
Neuropathien. 
 
Wie Rituximab verabreicht wird: 
Rituximab wird als Infusion in eine Vene verabreicht (intravenös, i.v.). Rituximab gibt es nicht in 
Tablettenform. Rituxan Hycela wird subkutan verabreicht (per Spritze unter die Haut gegeben). Alle 
Patienten müssen vor der Behandlung mit Rituxan Hycela subkutan mindestens eine vollständige Dosis 
Rituximab intravenös ohne schwerwiegende Nebenwirkungen verabreicht bekommen haben. 
Medikamente werden vor einer intravenösen Infusion oder subkutanen Injektion verabreicht, um die von 
ihm ausgehenden Nebenwirkungen zu mindern. Rituxan Hycela ist weder von der FDA für die 
Behandlung von MW zugelassen, noch wird es vom National Comprehensive Cancer Network (NCCN) 
dafür unterstützt. 
 
Die Menge Rituximab, die Sie erhalten, hängt von vielen anderen Faktoren ab, wie beispielsweise Ihrer 
Körpergröße und Ihrem Gewicht, Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand oder anderen 
gesundheitlichen Problemen und der Art Ihrer Krebserkrankung. Ihr Arzt wird Ihre Dosis und Ihren 
Behandlungsplan festlegen. 
 
Rituximab ist in den USA und Europa als Biosimilar erhältlich. Ein Biosimilar ist ein Mittel, das mit einem 
von einem anderen Unternehmen hergestellten biologischen Ausgangspräparat beinahe identisch ist. Es 
handelt sich dabei um eine offiziell zugelassene Version des ursprünglichen „Innovationsprodukts“ und 
kann dann hergestellt werden, wenn das Patent des ursprünglichen Produkts abläuft. Im Fall von 
Rituximab ist das europäische Patent 2013 abgelaufen. Seitdem entwickeln mehrere Unternehmen 
eigene Biosimilars davon. In Europa wurden Biosimilars zu Rituximab früher zugelassen als in den USA, 
was in erster Linie daran lag, dass die Festlegung des Zulassungsverfahrens für Biosimilars in den USA 
länger dauerte.
Nebenwirkungen von Rituximab: 
Bei den meisten Menschen werden nicht alle aufgeführten Nebenwirkungen von Rituximab auftreten. 
Nebenwirkungen sind in Bezug auf Einsetzen, Dauer und Schweregrad oft vorhersehbar. Sie sind fast 
immer reversibel und verschwinden nach Abschluss der Behandlung. 
Folgende Nebenwirkungen von Rituximab treten häufig auf (bei mehr als 30 % der Patienten): Fieber 
und Schüttelfrost, grippeähnliche Symptome. 
 
Folgende Nebenwirkungen treten weniger häufig auf (bei 10 bis 30 % der Patientne): Schwächegefühl, 
Übelkeit, Kopfschmerzen, Husten, laufende Nase, Kurzatmigkeit, Nasennebenhöhlenentzündung und 
Halsreizung. 
Eine mögliche Nebenwirkung der Therapie mit Rituximab ist eine schwere Reaktion auf die Infusion. Dies 
ist in der Regel bei der ersten Infusion der Fall (während der Infusion oder innerhalb von 30 bis 120 
Minuten nach der Infusion). Sie erhalten vorher ein Medikament, das Auftreten und Schwere dieser 
Reaktion abmildert, und werden während der Infusion engmaschig überwacht. Kommt es zu Anzeichen 
für eine Reaktion, wird die Infusion unterbrochen. In den meisten Fällen kann die Infusion mit 
langsamerer Tropfgeschwindigkeit fortgesetzt werden, sobald die Beschwerden nachlassen. 
 
Bei Patienten, die dieses Medikament erhalten – sowohl intravenös als auch subkutan –, können an der 
Einstichstelle schwere Hautreaktionen auftreten. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Ihre Haut 
gerötet oder geschwollen ist oder sich schält oder Blasen entstehen (mit und ohne Fieber), Ihre Augen 
gerötet oder gereizt sind oder Sie wunde Stellen in Mund, Rachen, Nase oder Augen bekommen. 
Eine längere Anwendung von Rituximab – wie bei der Erhaltungstherapie – kann zu einer erhöhten 
Inzidenz von Nasennebenhöhlenentzündung und bronchialen Infektionen führen. 
 
Weitere schwere Nebenwirkungen sind rekurrente Brustschmerzen oder ein unregelmäßiger Herzschlag 
bei Patienten, bei denen solche Beschwerden auch schon in der Vergangenheit auftraten. Ist dies bei 
Ihnen der Fall, teilen Sie dies dem Arzt oder der Pflegekraft mit, damit man Sie dafür behandeln kann. 
Eine rapide Zerstörtung von Krebszellen kann auch Nierenprobleme verursachen. Rituximab kann 
bestimmte Viren aktivieren oder verschlimmern, wie zum Beispiel das JC-Virus (welches bei 
immunsupprimierten Patienten eine Infektion im Gehirn hervorrufen kann), Hepatitis B und C, Herpes 
zoster (Gürtelrose) und Cytomegalovirus. Spät einsetzende Neutropenie (Rückgang einer bestimmten 
Art weißes Blutkörperchen namens Neutrophil) wurde mit der Anwendung von Rituximab in Verbindung 
gebracht. 
 
Dieses Dokument enthält nicht alle Arzneimittelwechselwirkungen, die möglich sind. 
 
Wann Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin kontaktieren sollten: 
Wenden Sie sich tagsüber oder nachts sofort an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eines der folgenden 
Symptome feststellen: Fieber von 38 °C (100,4 °F) oder Schüttelfrost (beides sind mögliche Anzeichen 
einer Infektion), Kurzatmigkeit, Brustschmerzen oder andere Beschwerden in der Brust, Anschwellen 
von Lippen oder Hals oder Verwirrung. 
 
Folgende Symptome müssen medizinisch behandelt werden, sind aber keine Notfälle. Wenden Sie sich 
innerhalb von 24 Stunden an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Folgendes bei sich bemerken: 
Ausschlag, Gelenkschmerzen, Übelkeit (falls diese Ihre Fähigkeit, zu essen, trotz dafür verschriebener 
Medikamente einschränkt), Erbrechen (mehr als 4 bis 5 Mal innerhalb von 24 Stunden), Halsschmerzen, 
Husten, Rötung oder Entzündung oder Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen. 
 
Vor Beginn der Behandlung mit Rituximab müssen alle Patienten auf eine Infektion mit Hepatitis B 
untersucht werden. Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, welche Medikamente Sie einnehmen – 
dies gilt für verschreibungspflichtige und rezeptfreie Medikamente, Vitamine, pflanzliche Mittel usw. 
Lassen Sie sich während der Behandlung mit Rituximab nicht ohne die Zustimmung Ihres Arztes impfen. 
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin vor Beginn der Behandlung, wenn Sie schwanger sind oder 
schwanger sein könnten, da bei der Anwendung dieses Medikaments während der Schwangerschaft der 
Nutzen für die Mutter mit den Risiken für den Fötus abgewogen werden muss. Folgendes gilt für Männer 
und Frauen gleichermaßen: zeugen Sie während der Einnahme von Rituximab kein Kind. Es werden 
Barrieremethoden zur Verhütung, wie Kondome, empfohlen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer 
Ärztin, wann sie nach der Therapie risikofrei schwanger werden bzw. ein Kind zeugen können. Stillen 
Sie während der Anwendung dieses Medikaments und 6 Monate nach der letzten Dosis nicht. 
 
Informieren Sie unbedingt immer Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie ungewöhnliche Symptome 
feststellen. 
 
Was Sie selbst tun können, solange Sie Rituximab einnehmen: 
Rituximab kann den Blutdruck während der Infusion vorübergehend senken. Wenn Sie 
blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin oder der 
Pflegefachkraft, ob Sie sie vor der Infusion wie gewohnt weiter nehmen sollen oder nicht. 
 
Während der Infusion kann es sein, dass Sie kurzatmig werden oder Ihnen heiß oder schwindlig wird. 
Sie erhalten vor der Infusion höchstwahrscheinlich ein Medikament, das die Nebenwirkungen lindert, und 
Sie werden engmaschig überwacht. 
 
Wenn Sie grippeähnliche Symptome verspüren, halten Sie sich mit Decken warm und nehmen Sie viel 
Flüssigkeit zu sich. Schüttelfrost lässt sich durch Medikamente lindern. Trinken Sie in den ersten 48 
Stunden nach jeder Infusion täglich zwei bis drei Liter Wasser, sofern Sie nicht anderweitige 
Anweisungen erhalten haben. Rituximab verursacht selten Übelkeit. Kommt es bei Ihnen jedoch zu 
Übelkeit, nehmen Sie die von Ihrem Arzt verschriebenen Medikamente gegen Übelkeit ein und essen 
Sie häufig kleine Mahlzeiten. Alkoholische Getränke sollten ganz allgemein vermieden werden. Achten 
Sie auf eine gesunde Ernährung. Es kann sein, dass Sie schläfrig werden oder Ihnen schwindlig wird; 
fahren Sie möglichst nicht Auto oder führen Aufgaben aus, die einen hohen Grad an Konzentration 
erfordern, bis Ihre Reaktion auf das Medikament bekannt ist. Falls Sie Symptome oder Nebenwirkungen 
haben, besprechen Sie sie mit Ihrem Behandlungsteam. Dieses kann Ihnen Medikamente verschreiben 
und/oder Abhilfemaßnahmen vorschlagen. 
 
Überwachung und Tests während der Einnahme von Rituximab: 
Ihr Blutdurck, Ihre Temperatur und Ihr Puls werden während einer Infusion Rituximab regelmäßig 
gemessen. Sie werden während der Behandlung mit Rituximab regelmäßig von Ihrem Arzt oder Ihrer 
Ärztin untersucht, um Nebenwirkungen zu überwachen und Ihr Ansprechen auf die Therapie zu 
überprüfen. Ihr Arzt verschreibt Ihnen womöglich auch regelmäßige Blutuntersuchungen, um Ihr Blutbild 
und die Funktion anderer Organe (z.B. Nieren und Leber) zu überwachen. 
 
Bei 40 bis 50 % der Patienten kommt es nach Beginn der Therapie mit Rituximab tzu einem 
vorübergehenden Anstieg des Immunglobulin M-Titers (IgM). Dies wird auch als IgM-Flare-Phänomen 
bezeichnet. Der durch Rituximab verursachte IgM-Flare kann zu symptomatischer Hyperviskosität führen 
(eine Erhöhung der Viskosität bzw. Dickflüssigkeit des Blutes, so das es nicht mehr frei fließen kann) 
sowie zu einer Verschlimmerung einer IgM-bedingten Neuropathie, Kryoglobulinämie und anderen IgMbedingten Komplikationen. Diese können über Monate anhalten und bedeuten zwar kein 
Therapieversagen, erfordern jedoch eine Behandlung mit Plasmapherese, um die Viskosität des Blutes 
zu verringern. Bei Patienten mit hohem IgM-Spiegel (in der Regel 4000 mg/dl oder höher) kann eine 
präventive Plasmaphere vor der Behandlung mit Rituximab in Betracht gezogen werden, um das Risiko 
für eine symptomatische Hyperviskosität zu verringern. Eine weitere Strategie zur Minderung des Risikos 
für einen IgM-Flare ist es, Rituximab im ersten oder den ersten zwei Zyklen der Kombinationstherapie 
wegzulassen, bis das IgM auf eine sicherere Konzentration sinkt, und dann mit Rituximab zu beginnen. 
 
Wie Rituximab wirkt: 
Rituximab ist als monoklonaler Antikörper klassifiziert. Monoklonale Antikörper sind eine noch relative 
neue Art der gezielten Krebstherapie. 
 
Normalerweise werden Antikörper als Reaktion auf ein Antigen (wie ein Protein in einem Bakterium oder 
Virus), das in den Körper gelangt ist. Die Antikörper haften sich am Antigen an, um es für die Zerstörung 
durch das Immunsystem zu markieren. Um krebsbekämpfende monoklonale Antikörper im Labor 
herzustellen, analysieren Wissenschaftler spezifische Antigene an der Oberfläche von Krebszellen (den 
Zielen). Dann stellen sie mithilfe von tierischem und menschlichem Eiweiß einen spezifischen Antikörper 
her, der an das Zielantigen an den Krebszellen bindet. Wenn sie dem Patienten verabreicht werden, 
haften diese monoklonalen Antikörper an die passenden Antigene an – ähnlich wie ein Schlüssel in ein 
Schloss passt. 
 
Da monoklonale Antikörper nur spezifische Zellen anvisieren, wirken sie auf gesunde Zellen 
möglicherweise weniger toxisch. Eine monoklonale Antikörpertherapie wird nur bei Krebsformen 
verabreicht, bei denen Antigene (und die jeweiligen Antikörper) identifiziert worden sind. 
 
Rituximab wirkt, indem es auf das CD20-Antigen an normalen und malignen B-Zellen abzielt. Dadurch 
werden die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers mobilisiert und töten die markierten B-Zellen ab. 
Stammzellen (junge Zellen im Knochenmark, die sich zu den verschiedenen Blutkörperchen entwickeln) 
enthalten kein CD20-Antigen und werden von Rituximab nicht beschädigt. So können sich gesunde BZellen nach der Behandlung regenerieren. 
 
**HINWEIS**: Die Informationen in diesem Merkblatt sollen helfen aufklären, stellen aber keine 
Unterstützung durch die IWMF dar und sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische 
Beratung. Die IWMF empfiehlt dringend, spezifische Erkrankungen, Nebenwirkungen und 
Therapien mit medizinischem Fachpersonal zu besprechen.
